Eine kurze Geschichte von Schloss Homburg

Schloss Homburg sah nicht immer so aus, wie wir es heute sehen. Im Laufe seiner Geschichte hat es sich mehrfach gewandelt, denn die Bedürfnisse der Besitzer haben sich über die Jahre geändert. Ganz zu Beginn, vor etwa 800 Jahren, stand auf dem heutigen Schlossgelände nur ein großer Wohnturm. Im Mittelalter wurde der Turm durch eine Burg ersetzt. Über die Jahrhunderte kamen Schutzmauern, Gebäude für die Bediensteten sowie Scheunen und Ställe hinzu.

Am größten war Schloss Homburg im 17. Jahrhundert – das ist schon über 300 Jahre her. In dieser Zeit hat die Familie zu Sayn-Wittgenstein, die das Gebiet damals besaß, die Burg in ein prächtiges Schloss umgebaut. Aber was ist der Unterschied zwischen einer Burg und einem Schloss? Im Grunde ist eine Burg ein Wohnhaus, das von einer dicken Mauer umgeben ist, um die Menschen darin zu beschützen. Oft waren Burgen auf einem Hügel oder einem Berg gebaut und hatten einen hohen Turm, den Bergfried, damit man weit über das Land schauen und Angreifer schon in der Ferne entdecken konnte. Bei einem Schloss dagegen ist die Abwehr von Feinden nicht mehr das Wichtigste. Hier soll durch das prächtige Gebäude die Macht des Besitzers gezeigt werden. Nicht nur die Homburg, auch viele andere mittelalterliche Burgen wurden so im Lauf der Zeit zu Schlössern umgebaut.

Dass Schloss Homburg heute nicht mehr so eine große Anlage ist wie damals, liegt daran, dass es als Steinbruch benutzt wurde, nachdem die Besitzer dort nicht mehr lebten. Die Menschen nahmen die Steine des verlassenen Schlosses, um ihre eigenen Häuser und Straßen zu bauen. Doch dann rettete der damalige Erbe das Schloss. Einige Jahre später, im Jahr 1926, wurde das Museum im Schloss gegründet. Das ist jetzt schon fast 100 Jahre her! Seitdem wächst die Sammlung des Museums, sodass es heute einiges zu entdecken gibt!

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